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“Ich kann inzwischen in den zweiten Stock gehen, ohne aus der Puste zu kommen.”

Interview mit Linda K., 60 Jahre, über ihre Reha-Erfahrung und den Weg zurück in den Alltag

Frau K., erzählen Sie uns ein wenig über sich. Was hat Sie in die Reha geführt?

Ich bin 60 Jahre alt, gelernte Konditorei Fachverkäuferin und Mutter von drei Kindern. Zurzeit arbeite ich als Betreuerin in einem Seniorenpflegezentrum – ein schöner, aber auch anstrengender Beruf. Ich wohne in Langwedel bei Bremen.

Zur Reha gekommen bin ich, weil ich Herzrhythmusstörungen hatte. Zuvor war bereits Vorhofflimmern festgestellt worden, das ich mit Ramipril einigermaßen in den Griff bekommen hatte. Doch die Rhythmusstörungen wurden mit der Zeit schlimmer. 2024 musste mir dann die Halsschlagader auf der linken Seite gereinigt werden, die rechte ist noch zu 50 Prozent verkalkt.

Außerdem hatte ich oft Rückenschmerzen und Schwindel. Als ich dann kurzfristig eine Zusage für die Reha bekam, habe ich mich sehr gefreut und sie sofort angetreten – am 12. Juni 2025.

Wie haben Sie die erste Zeit in der Reha erlebt – was hat Sie besonders beeindruckt?

Ich habe gleich von Anfang an viele Anwendungen bekommen – Aquafitness, Atemübungen, Gruppentraining. Aquasport mache ich übrigens auch zu Hause im Verein, deshalb hat mir das besonders gefallen. In der letzten Reha-Woche habe ich dann schon gemerkt, dass meine Rhythmusstörungen deutlich besser wurden.

Gab es einen Moment, in dem Sie gespürt haben: „Jetzt geht es wirklich bergauf“?

Ja, den gab es. Am Anfang hatte ich beim Ergometertraining noch starke Rhythmusstörungen. Dann lernte ich die Atemtechnik 4-7-11: vier Sekunden einatmen, sieben Sekunden halten, elf Sekunden langsam ausatmen. Diese Übung hat mir bei akuten Rhythmusstörungen wirklich geholfen.

Der Mix aus Bewegung, Atemübungen und Entspannung war für mich ideal. Zum Schluss konnte ich sogar mehr Krafttraining machen – da habe ich gemerkt: Es geht aufwärts!

Wie war der Übergang zurück in den Alltag?

Der Alltag kommt schneller zurück, als man denkt. Ich habe aber bewusst entschieden, nicht so weiterzumachen wie vorher. Ich habe viel Sport gemacht, das wollte ich unbedingt beibehalten.

Anfangs habe ich die App für die Nachsorge gar nicht geöffnet (lacht). Zum Glück wurde ich von der Caspar Clinic angerufen und daran erinnert. Dann bin ich mit meiner Therapeutin, Frau Patschull, in die digitale Nachsorge gestartet und ich habe mich sofort sehr wohlgefühlt.

Besonders gut fand ich, dass ich jederzeit jemanden erreichen konnte. Wenn ich Fragen hatte, konnte ich Frau Patschull direkt schreiben, und sie hat mir immer geholfen.

Was hat Sie überzeugt, die digitale Nachsorge über die Caspar App zu machen?

In der Reha gab es einen kleinen Lehrgang dazu. Erst dachte ich: „Ich und Internet – das kann ich nicht!“ Aber mein Arzt meinte: „Machen Sie die digitale Nachsorge, die ist gut.“

Mein Sohn hat dann nochmal mit draufgeschaut, und eine Freundin, die auch schon Caspar genutzt hatte, meinte: „Das ist wirklich toll.“ Da war ich überzeugt! Und ich bin froh, dass ich es ausprobiert habe!

Welche Veränderungen spüren Sie heute – körperlich und im Alltag?

Ich bin aktiver geworden. Sport und Atemübungen gehören jetzt fest zu meinem Alltag. Ich kann inzwischen in den zweiten Stock gehen, ohne aus der Puste zu kommen.

Ich habe mehr Ausdauer, bin belastbarer im Alltag und fühle mich einfach fitter. Die Rhythmusstörungen sind zwar noch da, aber seltener und schwächer.

Auch die Ernährung hat sich verändert. Ich achte mehr darauf, was ich esse. Und ich nehme regelmäßig an den Webinaren zur Entspannung und Ernährung teil – manchmal tausche ich sogar meinen Dienst, um live dabei zu sein. Das Beste ist: Ich kann alles von zu Hause aus machen!

Wenn Sie heute auf Ihre Reha-Zeit zurückblicken – was hat sie langfristig bewirkt?

Ich habe gelernt: Man muss einfach dranbleiben! Sport und Ernährung sind das A und O. Wenn man aktiv bleibt und auf sich achtet, kann man wirklich etwas verbessern – auch mit Herzproblemen.

Vielen Dank, Frau K., für das Gespräch und Ihre offenen Worte!